Fichtes Bestimmung des Menschen als Replik auf die Nihilismus-Schelte Sandra Kluwe

ISBN: 9783638260169

Published: January 1st 2004

ebook

118 pages


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Fichtes Bestimmung des Menschen als Replik auf die Nihilismus-Schelte  by  Sandra Kluwe

Fichtes Bestimmung des Menschen als Replik auf die Nihilismus-Schelte by Sandra Kluwe
January 1st 2004 | ebook | PDF, EPUB, FB2, DjVu, talking book, mp3, RTF | 118 pages | ISBN: 9783638260169 | 6.56 Mb

Das letzte Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts ist ein philosophisches Krisenjahrzehnt. In den Jahren 1793 bis 1796 entfaltet Georg Christoph Lichtenberg, der den sprechenden Terminus Unphilosophie prägte, eine Sprach- und Erkenntniskritik, die anMoreDas letzte Jahrzehnt des 19.

Jahrhunderts ist ein philosophisches Krisenjahrzehnt. In den Jahren 1793 bis 1796 entfaltet Georg Christoph Lichtenberg, der den sprechenden Terminus Unphilosophie prägte, eine Sprach- und Erkenntniskritik, die an Schärfe und Rücksichtslosigkeit gegenüber bisherigen Denkgewohnheiten ihresgleichen sucht.

1798 - die Datierung ist unsicher - schreibt Novalis einen Monolog, worin Sprache als ein bloßes Wortspiel entlarvt und der lächerliche Irrthum demaskiert wird, man spreche um der Dinge willen. Sprache mache vielmehr, wie die mathematischen Formeln, eine Welt für sich aus, nichts anderes spiegele sich in ihr als das seltsame Verhältnißspiel der Dinge. Was hier als problematisch erfahren wird: Ob Sprache die Dinge sagen, und zwar wesentlich sagen, ausdrücken könne oder nicht vielmehr ein rein selbstbezügliches System sei, bedenkt das philosophisch äußerst bewegte Jahr 1799 als sowohl ontologisches als auch epistemisches Problem.

Das Problem-Bewußtsein hierfür weckte Friedrich Heinrich Jacobi, der in seinem Sendschreiben Jacobi an Fichte (März 1799) dem Autor der Wissenschaftslehre vorwirft, über den von den Dingen vorgeworfenen Anspruch auf Sein mit einem Machtspruch der Vernunft hinweggegangen zu sein. Die Nihilismus-Schelte, die Jacobi in diesem Zusammenhang vorbringt, stößt auf breite Resonanz. Jean Paul schreibt im Dezember 1799 eine Satire mit dem Titel Clavis Fichteana seu Leibgeberiana, die Jacobi gewidmet ist und auf dessen Sendschreiben beruht.

Fichte selbst publizierte im darauffolgenden Jahr seine Bestimmung des Menschen, die allerdings schon vorher kursierte, und auf die sich etwa Jean Paul bezogen hatte. In dieser Schrift setzt sich Fichte sowohl mit dem Vorwurf des Atheismus als auch mit der Nihilismus-Schelte auseinander, liefert aber in erster Linie das eine: ein Krisendokument, nämlich das Dokument der in die Krise gestürzten Subjektphilosophie, das Dokument eines selbstkritisch gewordenen Idealismus, das Dokument einer Wahrheitskrise.



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